
Optimiert reisen - Probleme in einer Großstadt. (Bild: Boeckheler)
Woran erkennen Pendler schon am Bahnsteig Reisende, die nur gelegentlich auf einer Strecke unterwegs sind? Daran, dass sie an der Stelle warten, wo später der Gepäckwagen oder das Erste-Klasse-Abteil hält, habe ich jüngst als Antwort gelesen. Sie muss von einem sehr erfahrenen Pendler stammen, denn Gepäckwagen habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Aber im Prinzip stimmt das. Denn wer täglich auf der gleichen Strecke fährt, beginnt ganz automatisch mit größeren und kleineren Optimierungen.
In meinem Fall betrifft das den Weg zwischen dem Frankfurter Hauptbahnhof und dem Südbahnhof. Anfangs steige ich wie selbstverständlich in die S-Bahn – immerhin steht das “S” ja für schnell. Aber bald wird mir klar, dass wenigstens einmal die Woche von einer T-Bahn – Trödel-Bahn – die Rede sein müsste. Auf der Zehn-Minuten-Strecke sammeln sich im Tunnel gerne mal zehn Extra-Minuten an – da ist der Fernzug nach Hause nur noch von hinten zu sehen. Das gleiche Ergebnis bekomme ich mit den Regionalzügen ab Südbahnhof, deren rotes +5 auf der Abfahrtstafel im Internet fast schon im Monitor eingebrannt ist.
Doch dann kommt der Tag, an dem die S-Bahn wegen einer Baustelle blockiert ist. Alles sollte anders werden. (weiterlesen …)


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