25. Februar 2010

Der optimierte Pendler

Category: PB1 - Reiseberichte — Michael Bayer @ 14:36
Optimiert reisen - Probleme in einer Großstadt. (Bild: Boeckheler)

Optimiert reisen - Probleme in einer Großstadt. (Bild: Boeckheler)

Woran erkennen Pendler schon am Bahnsteig Reisende, die nur gelegentlich auf einer Strecke unterwegs sind? Daran, dass sie an der Stelle warten, wo später der Gepäckwagen oder das Erste-Klasse-Abteil hält, habe ich jüngst als Antwort gelesen. Sie muss von einem sehr erfahrenen Pendler stammen, denn Gepäckwagen habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Aber im Prinzip stimmt das. Denn wer täglich auf der gleichen Strecke fährt, beginnt ganz automatisch mit größeren und kleineren Optimierungen.

In meinem Fall betrifft das den Weg zwischen dem Frankfurter Hauptbahnhof und dem Südbahnhof. Anfangs steige ich wie selbstverständlich in die S-Bahn – immerhin steht das “S” ja für schnell. Aber bald wird mir klar, dass wenigstens einmal die Woche von einer T-Bahn – Trödel-Bahn – die Rede sein müsste. Auf der Zehn-Minuten-Strecke sammeln sich im Tunnel gerne mal zehn Extra-Minuten an – da ist der Fernzug nach Hause nur noch von hinten zu sehen. Das gleiche Ergebnis bekomme ich mit den Regionalzügen ab Südbahnhof, deren rotes +5 auf der Abfahrtstafel im Internet fast schon im Monitor eingebrannt ist.

Doch dann kommt der Tag, an dem die S-Bahn wegen einer Baustelle blockiert ist. Alles sollte anders werden. (weiterlesen …)

23. November 2009

U-Bahn Chaos in Frankfurt

Category: PB2 - Verkehrs- und Nachrichtenlage — Kira Frenk @ 12:53
U-Bahn in Frankfurt (Archivbild: Kumpfmüller)

U-Bahn in Frankfurt (Archivbild: Kumpfmüller)

Montagmorgen also, 7.30 Uhr, Rush-Hour in Frankfurt: Die U-Bahn 3 aus Richtung Niederursel platzt aus allen Nähten, Berufspender, Schüler und Studenten fahren in die Stadt. Ab Station Zeilweg geht es nur noch schleppend voran: Der Fahrer knurrt, eine defekte U-Bahn sei an der Haltestelle Lindenbaum liegen geblieben. Sie blockiert den nachfolgenden Verkehr. Und weiter? Da knurrt der Fahrer nichts mehr.

Wie Frankfurt wesentlich später erfahren wird, passiert an der glücklosen Haltestelle Lindenbaum kurze Zeit zuvor ungefähr Folgendes: Der Fahrstrom des Zugs fällt aus. Das Licht erlischt, die Türen klemmen, die Passagiere sind eingesperrt. 45 Minuten sitzen sie  in ihren Wagen zwischen zwei Stationen fest und lassen sich von “nuscheligen” Durchsagen auf den neuesten Stand bringen. Irgendwann wird dann mit Hilfe von Männern in leuchtend orangen Westen auf die Gleise gehüpft, die defekte U-Bahn wird abgeschleppt. Den Grund für die Montags-Katastrophe kennt lange Zeit so recht niemand. (weiterlesen …)