18. März 2010

Ohne Fahrkarte gibt's Ärger. (Bild: dpa)
8. März. Frauentag. Der Betriebsrat verteilt rote Nelken, vom VGF gibt’s einen Strafzettel. Ich habe meine März-Fahrkarte zuhause liegen lassen – das ist dumm. Und was noch dümmer ist: Der Kontrolleur lässt nicht mit sich reden. Wie ein Pfau im Liebestanz breite ich den Fächer all meiner bisherigen Monatstickets vor ihm aus: Sieh’ her – von Oktober bis Februar sind sie alle da. Aber der März ist nicht vertreten – Gibt ‘nen Strafzettel: 40 Euro und keine Nelke. Verhandeln soll ich dann mit jenen, die bei der VGF was entscheiden.
Der müde dreinblickende Mitarbeiter des Rhein-Main-Verkehrs – bei dem ich im Kundencenter an der Hauptwache völlig falsch bin – lächelt…na wie?…müde. Seine Glatze ist ermattet, die Leute stehen Schlange. Er kann mir nicht helfen, fasst sich aber ein Herz – und liefert einen Ratschlag. (weiterlesen …)
9. Februar 2010
Pendler aus Mittelhessen dürften heute morgen vor erheblichen Problem stehen: Die Bahn hatte die Strecke zwischen Lollar und Gießen gesperrt. Als Grund nannte sie einen “Personenschaden”. Inzwischen sind die Gleise wieder frei. (weiterlesen …)
5. Februar 2010
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Der Warnstreik im Öffentlichen Dienst geht weiter. Anträge in Verwaltungen bleiben unbearbeitet, Zahlen im Statistischen Bundesamt unausgewertet, der Wetterdienst verpasst vielleicht eine neue Schneefront. Aber all das dürfte die Bürger nicht sonderlich bewegen. Nicht zu arg bewegen, das freilich deutet auf eine andere Sparte hin, in der ebenfalls kommunale Beschäftigte arbeiten – und deren Ausstand sich sehr wohl auf den Alltag vieler Menschen auswirkt. Gleich am Morgen und dann den ganzen Tag. Die Rede ist vom Öffentlichen Personennahverkehr.
In Frankfurt sollen heute keine U- und Straßenbahnen fahren. Auch der Busverkehr ist betroffen – ob komplett oder in Teilen, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Auch in anderen Städten fährt nicht alles wie gewohnt. Klar ist: Das wird hart für Berufspendler und Schüler.
Wie hart genau, das möchten wir gerne von Ihnen wissen. (weiterlesen …)
18. Dezember 2009

Die VGF testet an der Frankfurter Hauptwache einen neuen Fahrscheinautomaten. (Bild: Arnold)
Frauen haben erwiesenermaßen den schnelleren und sicheren Umgang mit neuer Technik. Das ist nun mal so, und wer nun von Stimmungsmache gegen Männer spricht, der sollte die B-Ebene der Hauptwache aufsuchen und beobachten, wer den neuen Fahrkarten-Automaten der VFG nutzt. Der Apparat hat keine Doppelknopfleiste mehr (links die Taster für die Erwachsenen, rechts für die Kinder), sondern einen berührungsempfindlichen Bildschirm,über den der Fahrgast sein Ziel wählen und die Karte kaufen kann.
Und das nutzen Frauen an diesem Donnerstagmittag deutlich häufiger als Männer, die zwar neugierig auf den Apparat blicken, den Kartenerwerb aber dann doch vertagen oder einen der alten Apparate nutzen. Die Mehrzahl der Nutzerinnen ist zufrieden, etwa Hertha Müller, nein, nicht die Nobelpreisrträgerin, die Richtung Wiesbaden fahren will. (weiterlesen …)
17. Dezember 2009

Wo bleibt denn der Zug? Das würden Reisende oft gerne wissen. (Bild: M. Müller)
Hier und da und dort soll’s bei Bahn und Rhein-Main-Verkehrsverbund ja Probleme geben, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Möglicherweise ist das dann ein bisschen hinderlich, wenn man neue Kundschaft gewinnen will – oder muss.
Der größte hessische Regionalverkehrsanbieter arbeitet derzeit zu knapp 60 Prozent kostendeckend. Deshalb bekommt der RMV bis zum Jahr 2014 vom Land 2,5 Milliarden Euro. Allerdings unter der Maßgabe, Angebot, Service und Kostendeckung zu verbessern. Und RMV-Geschäftsführer Klaus-Peter Güttler hat da eine Idee, wie das klappen soll: „Die Zahl der Fahrgäste muss Jahr für Jahr steigen, um dieses Ziel zu erreichen.“
Wer derzeit zwischen Bergstraße, Main und Mittelhessen pendelt und die vielen Gespräche über die Auswirkungen des Fahrplanwechsels verfolgt, dürfte zum Ergebnis kommen, dass die Tendenz eher in eine andere Richtung geht. Der Ärger ist groß, und viele blicken interessiert auf die Verkehrslage auf der teilweise parallel verlaufenden Autobahn 5.
Jetzt aber sieht es fast so aus, als habe der RMV ein schlechtes Gewissen. (weiterlesen …)
1. Dezember 2009

Oft zu spät: die Züge auf der S-Bahnlinie 3 zwischen Bad Soden und Darmstadt. (Bild: Oeser)
Sieglinde Lackner hat die Faxen dicke. Jeden Morgen fährt sie mit der S-Bahn von Bad Soden nach Frankfurt zur Arbeit. Aber seit etwa einem Jahr bietet sich ihr fast jeden Morgen das gleiche Ärgerniss: Die S 3 kommt nicht, wie im Fahrplan angekündigt, um 8.20 Uhr, sondern zehn bis 15 Minuten später. An manchen Tagen fährt ihr Zug sogar gar nicht. “Ich bin keine Zankhexe”, sagt die Bad Sodenerin. Aber diese völlige Unzuverlässigkeit wolle sie auf Dauer nicht hinnehmen.
Lackner hat an die Bahn geschrieben. Als Antwort ist eine sehr freundliche Entschuldigung gekommen und ein Warengutschein über fünf Euro. “Eine schöne Geste, die leider nichts hilft”, sagt Lackner. Denn ihr Zug kommt weiter unpünktlich. Auch am gestrigen Montag war das wieder der Fall.
Entlang der Linie 3 leiden zahlreiche Bahnfahrer unter den ständigen Verspätungen. “Diese Linie hat einen Schwachpunkt”, räumt die Bahn auf Nachfrage ein. Vor allem im Berufsverkehr könne die S 3, die zwischen Bad Soden und Darmstadt verkehrt, ihren Fahrplan häufig nicht einhalten. Gleich ein ganzes Bündel an Ursachen führt die Bahn an. (weiterlesen …)
16. November 2009

Kommt der Zug oder nicht? Szene am Frankfurter Südbahnhof. (Bild: Boeckheler)
Montagsmorgen in der S-Bahn. Mal schnell vom Hauptbahnhof zum Südbahnhof – von wegen. Neun Minuten, bis der nächste Zug kommt. Meine Arbeitszeiten sind nicht so flexibel! “Auf Grund hoher Streckenauslastung” kommt es dann aus dem Lautsprecher. Wie, hat die Bahn heute mehr Züge als sonst im Verkehr? Die Eintracht spielt doch nie montagsmorgens – und Jon Bon Jovi singt auch selten gegen 9.30 Uhr in der Commerzbank-Arena.
Lieber RMV, veräppel kann ich mich alleine. WAS bitteschön ist “hohe Streckenauslastung”? Hat jemand in der Einsatzplanung gepennt? Sind etwa Züge in Wartung? Ich wünsche mir künftig ein Glossar mit all Ihren schönen Wörtern. Und das “Wir bitten Sie um Verständnis!” können Sie sich sparen.
ICH HABE KEIN VERSTÄNDNIS MEHR! nicht nach Jahren der Pendelei…