Vielleicht kommt da ein bisschen viel zusammen. Immerhin müssen alle Uhren in der Nacht zum Sonntag eine Stunde zweimal anzeigen. Und dann wird’s in der Nacht zum Montag auch noch in tiefen Lagen ein paar Grad unter Null. Da muss man doch Verständnis haben als Pendler. Dafür, dass die eine Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof noch im Sommer lebt, während die am Gleis nebendran schon im Winter angekommen ist.
Dafür, dass ein Intercity auf seiner planmäßig halbstündigen Fahrt 20 Minuten Verspätung ansammelt und Arbeiter unterwegs am Bahnsteig mit feuerspukenden Geräten hantieren. Dafür, dass wegen der Weichenstörung im Darmstädter Hauptbahnhof der IC-Zugchef die eine Hälfte der verbleibenden Strecke erklärt, welche Züge in Frankfurt ebenfalls zu spät sind und deswegen überraschend noch erreicht werden. Erst auf Deutsch, dann auf Englisch. Gefühlte fünf Minuten lang. Und dann, nach einer weiteren ungeplanten Pause bei Neu Isenburg, gleich nochmal, weil ja wieder alles anders ist. Auf Deutsch und auf Englisch. Danke für den Service, dass wir Pendler ja nicht einschlafen in den Zügen der Deutschen Bahn.
Ja, wir haben auch Verständnis dafür, dass nach der vorangegangenen Betriebsstörung in der Frankfurter U-Bahn die Züge noch nicht wieder im Takt sind.
Wir haben Verständnis, weil’s auf den Autobahnen noch schlimmer zugeht. Ein Gruß an alle, die gerade im Stau stehen. Auch dort machen sich wohl die wenigen Minus-Grade und etwas Nebel bemerkbar. Und dann dieser so unsagbar schreckliche Unfall auf der A5 heute Nacht.
Es ist wohl egal, ob wir per Bahn oder Auto pendeln – so einen Start in den Montag braucht kein Mensch.


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War dieser Pendler-Montag besonders unangenehm? Gefühlt vielleicht, praktisch war er nur einer von vielen, die die Bahn ihren Kunden zumutet. Die schaffen das Chaos auch ohne Frost, Zeitumstellung und Ferienende, da hat die Bahn Erfahrung.
Mein Limburger Nahverkehrszug von Höchst zum Hauptbahnhof kommt auf dem falschen Gleis an, ausgerechnet 1a, einen Waggon kürzer und deshalb gequetscht voll war er auch noch. Der nachfolgende Zug fiel gleich ganz aus. Also rüber auf Gleis 2/3 gequält. Den leeren IC mit Endstation Frankfurt haben sie immer noch nicht rausgeschoben, dafür hat die S7 mal wieder 10 Minuten Verspätung. Zum Glück betrifft mich das nicht, es ist nur mal wieder Pech für die Pendler aus Richtung Mörfelden, die immer einen Bückling vor verspäteten ICEs aus Mannheim machen dürfen. Trotz aller Widrigkeiten und Kampf mit trampelnden Massen am Hauptbahnhof (wer kommt eigentlich auf die Idee, eine Menschenmenge als Schwarmintelligenz zu bezeichnen) war ich dann mit den üblichen 5 Minuten Verspätung in Mörfelden.
Comment by EvaK — 30. Oktober 2012 @ 14:03