
Szenen im VGF-Bus. (Bild: Oeser)
Eigentlich hatte sich der Frankfurter Busfahrer die Sympathie seiner Fahrgäste am Mittwochabend schon fast verscherzt – und erst recht die der Radler: Auf der Alten Brücke hupte er den reiferen Herrn an, der es wagte, mit seinem Zweirad auf der Fahrbahn gen Innenstadt zu zuckeln und nicht auf dem Trottoir hinter der Betonabschirmung.
Aber am Börneplatz beim Fahrerwechsel holte er sich die Zuneigung wieder zurück. Und dabei half ihm die Passagierin auf dem Premium-Platz rechts vorn. Als unser Busfahrer ausstieg und dem Mann von der Spätschicht das Lenkrad überließ, lehnte sie sich extra noch einmal aus dem abfahrbereiten Bus und rief: “Schönen Feierabend!”
Da stutzte der Mann mit der Vespertasche, kam noch einmal herein und antwortete der Frau: “Ja, Ihnen aber auch einen schönen Feierabend.” Stieg strahlend wieder aus. Und stieg strahlend noch einmal ein. Und rief: “Für alle!”
Und strahlend fuhren die Pendler weiter gen Norden, während der Busfahrer sichtbar frohgemut in den Feierabend stapfte.


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