5. Februar 2010

Der Streiktag – reden Sie mit!

Kategorie: PB2 - Verkehrs- und Nachrichtenlage — Redaktion @ 00:00

[nggallery id=2]

Der Warnstreik im Öffentlichen Dienst geht weiter. Anträge in Verwaltungen bleiben unbearbeitet, Zahlen im Statistischen Bundesamt unausgewertet, der Wetterdienst verpasst vielleicht eine neue Schneefront. Aber all das dürfte die Bürger nicht sonderlich bewegen. Nicht zu arg bewegen, das freilich deutet auf eine andere Sparte hin, in der ebenfalls kommunale Beschäftigte arbeiten – und deren Ausstand sich sehr wohl auf den Alltag vieler Menschen auswirkt. Gleich am Morgen und dann den ganzen Tag. Die Rede ist vom Öffentlichen Personennahverkehr.

In Frankfurt sollen heute keine U- und Straßenbahnen fahren. Auch der Busverkehr ist betroffen – ob komplett oder in Teilen, darüber gibt es unterschiedliche Angaben. Auch in anderen Städten fährt nicht alles wie gewohnt. Klar ist: Das wird hart für Berufspendler und Schüler.

Wie hart genau, das möchten wir gerne von Ihnen wissen. Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen. So wie unsere Pendlerblog-Leserin, die sich Karin nennt – ihr Kommentar steht unten.

Kennen Sie gute Alternativen für den Weg in die Stadt? Suchen Sie Leute, die zur gleichen Zeit in die gleiche Richtung wie Sie wollen, um sich ein Taxi zu teilen? Müssen Sie warnen, weil auf einer Strecke die verbleibenden Züge zu voll sind? Nutzen sie unseren Pendlerblog als Ihr Forum für Tipps, Warnungen und Hilferufe.

Gleichzeitig halten wir Sie im Pendlerblog auf dem Laufenden. Wir fassen zusammen, wo der Verkehr läuft – und wo er eher steht.

Hier unserer Newsticker aus dem Kurznachrichtendienst Twitter.


Die Pläne für die Rhein-Main-Region hat FR-online.de zusammengetragen.

24 Kommentare »

  1. Hallo zusammen,
    ich hab mal nachgefragt: von Bornheim kommt man morgen nicht Richtung Innenstadt, man muss zur Konsti laufen und dort in die S-Bahn steigen. Neben der U4 werden nämlich auch sämtliche in auf dieser Strecke fahrenden Buslinien bestreikt.
    Wieso ist eigentlich der RMV nicht in der Lage, Ersatzbeförderungsmöglichkeiten zu organisieren?
    Verärgert…
    Karin

    Kommentar von Karin — 4. Februar 2010 @ 18:46

  2. Ich muss sagen ich finde die Aktion gut, nur so wird gemerkt, dass auch ein Busfahrer bzw. alle zusammen ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft sind und nicht mit einem Hungerlohn abgespeist werden sollten.

    @Karin, sorry, aber wenn man Ersatzbeförderungsmittel organisiert, wo bleibt dann den Druck, durch den Druck der Bervölkerung erhöht man auch den, auf die Arbeitgeber.

    Ich selber werde davon auch betroffen sein aber für
    die Gerechtigkeit nehme ich es gerne hin.
    Selber arbeite ich einem Energieversorgungsunternehmen und ich kann leider nicht so einfach streiken denn Frankfurt ohne Strom darf rein rechtlich nicht sein.

    Ich hoffe damit die Augen geöffnet zu haben auch für die Sicht der anderen.

    macht weiter so und haltet durch, jeder hat ein Anrecht auf einen angemessenen Lohn.
    André

    Kommentar von André — 5. Februar 2010 @ 00:51

  3. Streik muss sein, es trifft zwar die Flaschen also die Pendler aber anders geht es nicht. Wie soll man zu seinem Recht kommen, man muss schon merken das hinter jeden Arbeitsplatz auch ein Mensch steht, leider wird die Schlichtung wieder 1,2 % mehr bringen und 150 € Einmalzahlung.Wie immer wird am Menschen gespart und das Geld woanders mit vollen Händen rausgeschmissen.
    Liebe Pendler haltet durch, es werden wieder besser Zeiten kommen.
    Lohn darf nicht zu Armut führen.

    Kommentar von Renate — 5. Februar 2010 @ 06:55

  4. Es sol Falschen heissen nicht Flaschen sorry.

    Kommentar von Renate — 5. Februar 2010 @ 06:58

  5. Meldung aus Twitter:

    monti50: #Streik!#pendlerblog#frpendler Bus 26 im Norden Ffm fährt! Anbindung S6 Eschersheim sollte klappen!!

    Kommentar von Michael Bayer — 5. Februar 2010 @ 08:32

  6. @André: Ersatzbeförderung müsste ja der RMV organisieren, also der Arbeitgeber, den Verdi unter Druck setzen will… Die Bahn konnte bei den Streiks der GDL schließlich auch sicherstellen, dass jeder Pendler zur Arbeit kam.

    Kommentar von Karin — 5. Februar 2010 @ 08:34

  7. Streik muss sein das stimmt. Allerdings finde ich, dass die Beschäftigten im Nahverkehr bzw deren Gewerkschaften eine gewisse Verantwortung gegenüber den Fahrgästen haben. Dass man Fahrgäste in gewisser Weise instrumentalisiert um den Druck auf den Arbeitgeber zu erhöhen ist legitim. Doch sollte man auch nach einem geeigneten Zeitpunkt für den Streik bemüht sein oder zumindest so fair sein und bereits am Vortag die bestreikten Linien bekannt geben. GENAUSO ist der RMV in der Pflicht der hat scbließlich dafür zu sorgen (sollte gesetzlich geregt sein), dass zumindest ertragbarer Ersatzverkehr gewährleistet ist. Aus meinem kleinen Studenten-Mikrokosmos habe ich deshalb auch sehr viel Unverständnis für die Streikenden, schließlich ist momentan Klausurenphase an den Universitäten. Ich habe das Glück heute nicht zwangsweise zur Universität zu müssen, aber ich bin mir sicher, dass es anderen nicht so geht. Übernimmt ver.di bzw der RMV denn die Verantwortung dafür, dass Student XY nicht rechtzeitig/garnicht zur Prüfung erscheint, durchfliegt und deshalb zB seinen BaFög-Anspruch verliert oder im Extremfall nicht weiterstudieren kann? Logischerweise nicht. Nur was bleiben einem denn in bestimmten Teilen Frankfurts an ALternativen? Auto? Kaum ein Student der in Frankfurt am Main wohnt hat ein Auto. Taxi? Kann sich der gemeine Student in der Regel nicht leisten. Laufen? Wäre möglich aber wenn man um 8 Uhr Prüfung schreibt und eventuell einen einstündigen oder längeren Fußmarsch vor sich hat und eben am Vortag keinerlei handfeste Informationen vorliegen ist auch das kaum planbar.
    Mir ist bewusst, dass dies nur ein kleiner Aspekt im großen Streik darstellt. Trotzdem bin ich mir sicher, dass auch bei Nicht-Studenten ähnliche Fälle/Schicksale auftreten.
    Gerade die Reaktion des RMV kann ich nicht verstehen. Statt für Ersatzverkehr zu sorgen indem man z.B. unbestreikte Buslinien ausdünnt um andere zumindest sporadisch verkehren zu lassen, lässt man alle Pendler die auf den Nahverkehr angewiesen sind im Regen stehen und “hilft” durch den Hinweis, dass man sich rechtzeitig um Alternativen kümmern soll. Gerade Pendler mit ihren Monats/Jahreskarten haben eigentlich einen Anspruch auf Beförderung bzw Entschädigung. Da die Pendler aber schon bezahlt haben und auch weiterhin bezahlen werden muss man sich auch nicht ansatzweise um Ersatz kümmern.
    Letzendlich bleibt zu sagen, dass der Streik leider fast nur die Falschen trifft und der RMV sich unverschämterweise jeglicher Verantwortung gegnüber den Fehrgästen UND Beschäftigten zu entziehen scheint.

    Kommentar von EinStudent — 5. Februar 2010 @ 08:46

  8. Auch ich finde es eine Frechheit des RMV, dass hier nicht wenigstens ein minimal-Ersatz angeboten wird.
    Ich kann es nicht verstehen, dass der RMV nicht in der Lage ist die eigenen MitarbeiterInnen ordentlich zu bezahlen und wenn die dann Streiken, den schwarzen Peter einfach weiterzugeben.
    Es wäre ja so einfach: Alle Taxis in Ffm kostenlos oder die bestehenden Busse auf den Nachtbuslinien verkehren lassen, da muss man vielleicht ein bisschen laufen, aber wenigstens hat man dann eine Chance.

    Kommentar von Emil — 5. Februar 2010 @ 08:51

  9. Ich bin heute zum Glück auch mit der S-Bahn ab Konsti zum Hauptbahnhof gekommen und den Rest des Weges gelaufen. Frech finde ich allerdings, dass es der RMV/VGF nichtmal schafft, an den Straßenbahnanzeigen an den Haltestellen ein Laufband “Heute Streik” anzuzeigen. Die waren einfach blank, kein Hinweis, nix.

    Kommentar von Blanche — 5. Februar 2010 @ 09:27

  10. Strenge Ansagen im S-Bahn-Verkehr. Meine Herrschaften, so strikt klang das noch nie. “Einsteigen, Aussteigen, Abfahrt!” Dazu eine Sicherheitsmann in knalliger Weste, der die passende knallige Kelle zur Abfahrt hebt. Kurzum: Der S-Bahn-Verkehr zwischen Frankfurt Hauptbahnhof und Frankfurt Südbahnhof flutscht. Schön, eine gute Nachricht an diesem Freitagmorgen!

    Kommentar von jane13 — 5. Februar 2010 @ 09:48

  11. Es gab heute morgen einen langen Strom von Fußgängern die Eckenheimer Landstraße hinunter. Ab Konstabler Wache ging es dann ganz normal mit der S-Bahn weiter. Ein kleiner Spaziergang, mehr war nicht.

    Kommentar von Karl — 5. Februar 2010 @ 09:52

  12. Wider Erwarten bin ich heute morgen mit dem Auto von Dietzenbach nach Sachsenhausen super durchgekommen. Das Verkehrsaufkommen war gering und auch an der üblichen Stauschnittmenge hatte ich freie Fahrt.
    Von Warnstreiks keine Spur!

    Kommentar von Erika — 5. Februar 2010 @ 10:01

  13. Sind die Streiks gerechtfertigt? Auch die FR hat dazu eine Meinung – heute kommentiert im Blatt Tobias Schwab

    Kommentar von Michael Bayer — 5. Februar 2010 @ 10:04

  14. Wer nicht aus Bornheim laufen will zur S-Bahn, kann den Bus 103 von Bornheim-Mitte über Eissporthalle zum Kaiserlei nehmen und dort in die S-Bahn steigen. Etwas umständlich, zumal er nur alle halbe Stunde fährt (immer 36 und 06), aber es funktioniert und liegt noch im Frankfurter Tarifgebiet. Der Bus wird von den Offenbacher Verkehrsbetrieben gefahren, die streiken nicht.

    Kommentar von Wie — 5. Februar 2010 @ 10:16

  15. Hatte keine Zeit, Zeitung zu lesen oder Radio zu hören. Ich haste aus dem Haus, hin zur Straßenbahnhaltestelle. Mit mir ein Mann mit Rollenkoffer. Als er keine Bahn entdecken kann, geht er weiter, Richtung Innenstadt. Ich denke mir, warum wartet der nicht auf die nächste Tram? Ich will mir einen Fahrschein ziehen, der Automat ist kaputt. Ich rufe die angegebene Hotline an und sage zu dem RMV-Mitarbeiter: “Ich stehe hier, der Automat ist kaputt und jetzt fahre ich bewusst schwarz!” Der Mitarbeiter: “Das können sie gar nicht, heute wird gestreikt.”
    Ach so, sage ich und haste zurück, zum Rad, ich bin schon spät dran. Auf den Straßen schieben sich die Autos im Schritttempo vorwärts, mehr Menschen als sonst pilgern Richtung Innenstadt, mehr Taxis als sonst sind unterwegs, an Straßenecken sieht man Leute mit Stadtplänen stehen. An der Friedberger Anlage spricht ein Mann eine Frau an: “Ich muss nach Bornheim Mitte, wissen Sie, wie man da hinkommt?” Es ist schon interessant zu sehen, wie die Stadt sich verändert, wenn keine Bahnen fahren.

    Kommentar von helene — 5. Februar 2010 @ 10:22

  16. Bin normalen Regiozug von Hanau nach Frankfurt gefahren, und der fuhr auch normal. Vom Streik gemerkt hab ich was nur dadurch, dass Leute auf dem Bahnsteig fragten, ob der Zug normal fährt.

    Kommentar von Alice — 5. Februar 2010 @ 10:45

  17. Alles ganz easy heute. Im gut gefüllten Regionalzug von Hanau nach Frankfurt-Süd und dann – wie jeden Morgen – ein paar Schritte zu Fuß zum Arbeitsplatz.

    Kommentar von Tobias — 5. Februar 2010 @ 11:08

  18. Bisher haben die meisten FR-online-User Verständnis für die Streiks. Aktuell sagen etwa 450 von 840 Teilnehmern unseres Votings: “Ja, auf jeden Fall.” Das sind 54 Prozent. Genervt zeigen sich gut 40 Prozent.

    Kommentar von Michael Bayer — 5. Februar 2010 @ 11:11

  19. Einfallstraßen nach Frankfurt heute morgen ziemlich dicht. Stau selbst auf der Eschersheimer Landstraße. Probleme gibt es vor allem auf den Nord-Süd-Strecken. Ortskenntnis ist gefragt. Auf der Eckenheimer Landstraße geht es – bis zur Kreuzung mit der Koselstraße. Ab da Stau bis zum Anlagenring. Viele biegen nach links die die “Kosel” ein, schlagen sich bis zur Friedberger Landstraße durch, die ab da wieder frei ist. Die Anwohner wird`s freuen. Heute Abend nach der Arbeit wieder Pfadfinder spielen. Auf der Suche nach Schleichwegen – wer kennt die besten?

    Kommentar von Fjoertoft — 5. Februar 2010 @ 11:14

  20. “Das mache ich jetzt öfter.” So lautet mein persönliches Fazit nach dem streikbedingten Fußmarsch zur Arbeit. War schön vom Merianplatz mal wieder gemütlich über den Main zum Sachsenhäuser Depot zu marschieren. Vor allem der Haut tut das gut.

    Kommentar von Christine Skowronowski — 5. Februar 2010 @ 11:28

  21. 7.44 Uhr: Ein fast menschenleerer Bahnsteig in Frankfurt-Griesheim. Mit der S 1 – es gibt sogar noch freie Sitzplätze – an anderen Tagen sind sogar die Stehplätze knapp – bis zur Hauptwache. Dort einen kurzen Abstecher zur U-Bahn Richtung Südbahnhof. Nichts geht. Also zurück. Mit der S 5 zum Südbahnhof – ohne Probleme.

    Kommentar von Joe H. — 5. Februar 2010 @ 12:00

  22. Dann lässt sich das Ganze vielleicht so zusammenfassen: Auf den Straßen ist etwas mehr los als sonst, aber weniger als man vielleicht erwartet hat. Die Pendler sind gut informiert, nur wenige warten auf ausfallende Bahnen oder Busse. Die noch verkehrenden Züge sind weniger gefüllt als sonst.

    Also haben sich die Pendler offenbar auf den Streik einstellt, steigen aufs Auto um – oder bleiben zuhause, um einen freien Tag zu genießen oder das Home-Office aufzubauen.

    Was meint Ihr?

    Kommentar von Michael Bayer — 5. Februar 2010 @ 12:08

  23. Bei mir war auch Streik – aber auf der Fernstrecke :) Ein liegengebliebener ICE hielt die nachfolgenden Züge eine Stunde auf. Wer in Ffm – wie ich – zwischen U- und S-Bahn wählen konnte, hatte keine Probleme. Ich hatte noch nicht mal das Gefühl, dass in den S-Bahnen mehr Gedränge war als sonst.

    Kommentar von Joachim Frank — 5. Februar 2010 @ 14:28

  24. Der Streik hat mich erstmal ziemlich kalt gelassen, da er diesmal wenigstens angekündigt wurde. Nutze normalerweise die U1-3 und dann die Ginnheimer Buslinien, von denen heute gar nichts fuhr: also mit dem Fahrrad zur Arbeit. Bin zwar eigentlich eher Schönwetterradler, aber ging trotz teilweise vereisten Radwegen ganz gut. Am meisten gestört haben die Autofahrer, die auf die Radfahrer zu dieser Jahreszeit nicht wirklich vorbereitet waren, Vorfahrt missachteten und den Radweg als Abbiege- oder Haltespur nutzten. Aber bin heil angekommen.

    Auf dem Rückweg hat es angefangen zu regnen, deswegen etwas Gas gegeben – leider ist mir dann der Schlauch beim Sprung von einem Bordstein (Baustelle an der Hansaallee) geplatzt – musste also mein Rad fast durch die ganze Stadt schieben… da hab ich mir dann doch die U-Bahn zurückgewünscht ;)

    Kommentar von jot — 5. Februar 2010 @ 17:42

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Einen Kommentar hinterlassen

XHTML ( You can use these tags):
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> .

CAPTCHA-Bild Audio-Version
Bild erneut laden